Erica von Scheel nahm aufgrund ihres Ausnahmetalents, ihrer Vielseitigkeit und ihrer menschlich angenehmen Art einen besonderen Platz im Weimarer Kreis um Henry van de Velde ein. Sie kannte viele Künstler und Schriftsteller ihrer Zeit, etwa Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke, Auguste Rodin, Paul Signac oder Théo van Rysselberghe.
Vor allem aber war sie eine begnadete Gesamtkünstlerin ganz im Sinne Henry van de Veldes. Auch der Pariser Modezar Paul Poiret schätzte ihre Kreativität. Zwei Jahre lang beauftragte er die junge Künstlerin mit der Ausführung extravaganter Batiken, die damals in Paris der »letzte Schrei« waren. Auch die Familie Esche bestellte einige Batiken bei ihr und stand in freundschaftlichem Verhältnis zu der Künstlerin. Seit 1912 mit Ivo Hauptmann verheiratet, war Erica von Scheel darüber hinaus die Schwiegertochter des gefeierten Dichters Gerhart Hauptmann.
Referenten: Dr. Antje Neumann, Leiterin Keramik-Museum Bürgel und Bauhaus-Werkstatt-Museum Dornburg | Dr. Karl-Heinz Hänel, Weimar
Preis: 15,00 € / erm. 10,00 €
Eine Veranstaltung der Villa Esche/CÂł und der Henry van de Velde Gesellschaft Sachsen e. V.












