Die Geschichte modernen Bauens in Chemnitz lässt sich nicht exakt datieren. Schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts dominierte eine sachlich gehaltene Architektur. Mit der Villa Esche setzte Henry van de Velde einen Paukenschlag in seiner persönlichen Interpretation des Jugendstils. Wenn man das Jahr 1926 als einen Durchbruch ansehen kann, dann als einen mit Inkubationszeit. Das Kontorhaus des Handelsunternehmens Emden Söhne, entworfen von Hans und Oskar Gerson, war das erste Gebäude in Chemnitz im Sinne des rationalistisch ausgerichteten Neuen Bauens. Zwischen 1928 und 1930 entstanden in Chemnitz viele bemerkenswerte moderne Bauwerke. Dieser Aufschwung wurde durch ortsansässige Architekten wie Max Feistel, Bruno Kalitzki oder Friedrich Wagner-Poltrock getragen und durch Stadtbaurat Fred Otto unterstützt. Doch auch Auswärtige schufen moderne Architektur in Chemnitz, wie das Kaufhaus Schocken von Erich Mendelsohn.
Referent: Dr. Jens Kassner
Preis: 15,00 € / erm. 10,00 €
Eine Veranstaltung der Villa Esche/CÂł und der Henry van de Velde Gesellschaft Sachsen e. V.


